Über Manni Lusch

ja - ich bin der Manni, ne! Also, SL-Hobby sind halt Schiffe mit Segel und Motoren. Ab- und zu schreibe ich auch hier im Blog was.

Mini -Schiffsratten – Treffen in Hamburg – Tag 2

Tag 2

Heute stand auf dem Programm Besuch des Alten Land. Wieder gab es Schwierigkeiten mit dem Aufstehen in Hamburg – nach dem Expressfrühstück ging es direkt in den Wagen und ohne Stau durch den Elbtunnel an den Containerschiffen vorbei Richtung Altes Land. Das Reifendruckkontrollsystem des Audis wollte, dass wir eine Pause machen. Gut, da war ein Deich und dahinter die Elbe.

Altes Land (Manni und Ralfo)

traditionelle Ketch auf der Elbe

Schwerer Seegang auf der Elbe :-)

Das Luftproblem des Audis hatte sich an der Tankstelle in Luft aufgelöst – er meckerte wegen 0,2 bar Differenz – nach einer Viertelstunde kreisen rund um die Altstadt fanden wir endlich einen Parkplatz.

 

Stade – Kran mit Menschenantrieb

 

Stade – alter Hafen

 

 

Making of von 4 Tieren

Da wir keine Lust auf nochmal Elbtunnel mit Stau hatten, fuhren wir nach Wischhafen zur Elbfähre, um nach Schleswig-Holstein überzusetzen.

Fähre Wischhafen – Glückstadt – von links nach rechts: Manni Lusch, Silber Sands, Ralfo Rossini

Auf der Fähre nach Glückstadt

zügig ging es dann durch teils hübsche, teils häßliche Orte wieder zurück nach Hamburg. Nur wegen einer von Silber erzwungenen Zigarettenpause sind wir auf ein leckeres griechisches Restaurant via Google-Suche gestoßen: das Athen Palace in Hamburg-Rissen. Super leckeres Abendessen mit einen super lecker Wein.

 

Das Land der reichen Küsten Part II

Also, die wahre Pracht während des Bootsfahren hatte ich bei dem Ausflug noch nicht mitbekommen, da ich aufgrund des Lags die Grafik recht runtergeschraubt hatte.

Nun – ich hatte dieses Kayak im Hinterkopf, welches Nana schon mal fährt – und dachte mir, schau Dir die Pracht noch mal in aller Ruhe an. Also, erst mal habe ich mir dieses Galiko 1er Kayak gekauft. Es ist nicht unbedingt ein Sonderangebot, aber es ist wirklich schön gemacht – und es fährt wirklich schön. Ideal also für eine Erkundungsfahrt.  Hier nun einfach paar Eindrücke von der Sim Palo Verde. Die Grafik habe ich diesmal hochgeschraubt – alles was der Mac hergibt :-)  Beim Emerald habe ich als Wetter „Rotten Melon“ bei den späteren Bildern eingestellt, die ersten sind noch Standardsonnenuntergang.

Jetzt die Bilder:

Die Segelregeln in 9 Bänden

Seraina Benelli und Jeremia Spotter präsentieren das "Werk"

Seraina Benelli und Jeremia Spotter präsentieren das "Werk"

Schwere Wälzer rollten gestern in Tiga an. Das Regal im Schulungsraum auf Tiga überstand jedenfalls den ersten Belastungstest, das 9 bändige  Werk nimmt fast Ausmaße einer bekannten Enzyklopädie an.

Die Kost ist allerdingst leichter verdaulich: Ein Klick, und das bekannte blaue Menüsystem führt den angehenden Segler direkt zum Regelspiel der nicht immer ganz einfachen Segelregeln. Es öffnet sich, je nach Einstellung, der externe oder interne Standardbrowser mit dem entsprechenden Thema. Ohne Probleme läuft die Anwendung auf Safari und Firefox, ich geh mal als Mac-User  davon aus, dass auch Windows Internetexplorer diese Hürde meistert.

Diktatisch gut aufgearbeitet, wird man spielerisch an das recht komplexe Thema Segelregeln herangeführt. Dennoch ist es vorteilhaft, schon einige Grundkenntnisse hinsichtlich Segeln zu besitzen.  Neben einfachen Übungen sind hier und da auch recht herbe Nüsse zu knacken.

Für die, die lieber zu Hause üben: man kann die Bücher auch für 0 Linden$ kaufen. Vielen Dank an Seraina Benelli und Jeremia Spotter, die das unter RL-Seglern beliebte Regelspiel in Second Life integriert haben!

Die SS Galaxy, wahrlich kein Böötchen

ein Boot – ein Kreuzfahrschiff – 3 Sims lang, 6 bis 9 Decks hoch – das ist schon gewaltig!

einfach lang

einfach lang

alleine die schiere Länge beeindruckt. Mit dem normalen Viewer und den Releasecandidaten wird man die ganze Länge gar nicht erfassen. Wenn man jetzt bedenkt, das das Volumen im Kubik gerechnet wird, kann man erahnen, wieviel Arbeit in so ein Projekt gesteckt wurde. Alleine die Anzahl der Texturen ist gewaltig, wenn auch natürlich viele Texturen sich wiederholen.

auch hier wird mit Größe nicht gespart

auch hier wird mit Größe nicht gespart

Die Schiffsratten besuchten die Galaxy und verloren sich gleich in der riesigen Lobby. Die Treppen sind fast so breit wie der  Tiga-Yachtclub ohne Stege. Man geht schon eine Weile die Treppen hoch, bis man in der großen Poolanlage angekommen ist. Die Dimensionen entsprechen schon denen eines echten Kreuzfahrschiffes.  Einigen SchiffsrattInnen enterten gleich die große Rutschbahn, die einige Animationen für maximalen Wasserspaß bereithält.  Wem die Kühle des Pools nicht reicht, der kann sich in der Eislaufhalle abkühlen.

an der Eislaufbahn

an der Eislaufbahn

Wobei sich die Frage stellt, was man anzieht: im Eislaufkleidchen fühlt sich Manni mehr wie ein Elefant im Porzellanladen. Aber wahrscheinlich ist in dem 32seitigen Angebot des Eislaufausstattungsvendors auch was für den Herren dabei.

Ein großes Thema, gerade auch in „Amiland“, sind Hochzeiten. Wahrlich groß ist auch die „Weddinghall“ – wahrlich ein Highlight auf diesem Schiff. Es werden verschiedene Hochzeitsarragements angeboten, von 10.000 Linden$ bis 35.000 Linden$. Wobei das letzere Angebot umfangreichen Support rund um die Hochzeit vom Grußkarteneinladungsservice über die individuelle Ausschmückung der Weddinghall bis zur Stellung eines DJ’s beinhaltet. Das Hochzeitspaar darf anschließend in der sogenannten Honey Moon Suite eine Woche Urlaub machen.

Ein Kleinod entdeckte ich tief unten im Schiff, unterhalb der Kommandobrücke: das Indoor-Schwimmbad mit Wellness- und Fitnesscenter. Geschickte Raumaufteilung und feine Texturenverleihen dieser Wohlfühloase eine elegante, zurückhaltende Noblesse – für mich der gelungenste Bereich auf diesem Schiff.

Die Wohlfühloase

Die Wohlfühloase

bischen was für die Gesundheit tun

bischen was für die Gesundheit tun

Die Decks sind übrigens mit gläsernen Fahrstühlen verbunden. Sofern nicht  zu viel Avatare in der Nähe sind, funktionieren die Lifte wie im wahren Leben. Durch die doppelten Türen tritt man ein in die gläserne Kabine und gleitet sanft nach oben oder unten. Alternativ bieten die Fahrstühle eine schnelle Teleportfunktion.

Irgendwie muß ja dieses große Projekt finanziert werden. So werden von der Außenkabine mit Balkon bis zur gewaltigen Luxussuite verschiedene Arragements angeboten. Die Preise bewegen sich von 250 Linden die Woche für die von mir testweise angemieteten „AFT Stateroom“ bis 700 Linden pro Tag für die Luxussuiten.

Standard Aussenkabine
Standard Aussenkabine

Die AFT Stateroom-Kabinen sind schon sehr großzügig mit separaten Schlaf- und Wohnzimmer sowie Balkon ausgestattet. Selbstvertändlich verfügen die Kabinen über Doorlock und Fensterverdunklung, außerdem können Partner eingetragen werden. Bischen enttäuschend sind die Bettposen. Ich kann auf dem Bett nur sitzen!

Über den AFT-Kabinen befinden sich die 2stöckigen Suiten, die fast schon villenmäßige Ausmaße haben. Sie gibt es in möblierten und unmöblierten Versionen zu mieten.

wahrlich großzügig

wahrlich großzügig

selbst von der hintenliegenden Galerie hat man bei dieser Luxussuite Sicht aufs Meer

selbst von der hintenliegenden Galerie hat man bei dieser Luxussuite Sicht aufs Meer

Der Service ist sehr aufmerksam, DBDigital Epsilon, der Managing Director begrüßt die neuen Mieter persönlich.

Mein persönliches Fazit ist:  Es ist sicherlich Einzigartiges geleistet worden – Respekt! Dennoch stehen dem Erfolg  mehrere Fragezeichen im Weg.

Sind viele Avatare an einem Ort auf dem Schiff versammelt, leidet auch die Galaxy arg an Lag. Die Fahrstühle verwandeln sich in lebensgefährliche Fallgruben, vieles geht dann ganz langsam bis gar nicht.

Andererseits kann man eine halbe Stunde über das Schiff laufen, ohne einen einzigen Avatar zu treffen (Samstag vormittag). Man kommt sich dann vor wie auf einem Geisterschiff. Gerade diese Leere hat in der Vergangenheit zum Sterben gerade großer Projekte geführt – für mich die größte Gefahr. Man bedenke: in Real laufen auf diesen Schiffen bis zu 5000 Passagiere plus Personal herum

Bischen mehr internationaler Flair würde dem stark US-lastigen Schiff sicherlich auch gut tun. Ich denke, die Zukunft der Galaxy hängt an ziemlich seidenen Fäden. Naja, wir werden sehen

Die 2 neuen: Schiffsratten-Docks und Schiffsratten-Shop

Jeremia und Ralfo waren ein bischen „unterwegs“ einkaufen und kamen mit 2 Ländereien zurückgesegelt. Die eine liegt in der Bucht von Avignon. Jeremia „Horst“ Spotter hat die neuen Schiffsratten-„Docks“ wunderbar gestaltet: unser Wunschthema „Rügen und Ostseeküste“ nimmt langsam Gestalt an. Der Kiosk im Bäderarchitektur-Stil hat sein Vorbild auf der Strandpromenade von Ahlbeck (Usedom). Er ist schon an Twohead Janus vermietet, der genau die passenden Artikel für ein maritimes Ambiente verkauft. Ob kleine Öllampe oder komfortabler fahrbarer Luxusdampfer, der Besuch seines Ladens ist lohnenswert!

Die neuen Schiffsratten-Docks

Die neuen Schiffsratten-Docks

In den „Docks“ können unsere Schiffsratten-Skipper günstig Stege mieten. Wir haben die Stege gestaffelt: bis 31 Prims bezahlt man 115 Linden bzw. für lange 31-Prim-Boote (z.b. J-Klasse) 150 Linden pro Woche. Wir bieten außerdem 2 Stege für die Großen an. Hier bitten wir Euch, mit dem Hafenmeister Manni Lusch oder mit Jeremia Spotter kurzzuschalten, um die Größe des Bootes mit den Primreserven abgleichen zu können.

Auf der anderen Seite der Bucht haben sich die Schiffsratten gleich noch ein Land auf Peronaut geangelt. Das, was uns auf Tiga verwehrt wird; hier entsteht die Schiffsratten Shopping-„Mall“. Aber statt bombastischer Bauten erwarten euch gemütliche Bäderarchitekturhäuschen, die auch in Göhren auf Rügen stehen könnten. In dem ersten Shop sind bereits die Mieter drin: chicke Beachwear, interessante Sonnenbrillen, nette Schüüchen für die Damen verkauft Alina Melodie – für den Sir bietet kruemel Watanabe Style extrem: Jeans und Jacken, die jetzt in New York, Moskau und Göhren getragen werden und noch bezahlbar sind.

Die Schiffsrattenshops bei Nacht

Die Schiffsrattenshops bei Nacht

Für kleinere Projekte sind unsere Marktstände für 75 Linden/Woche zu mieten. Mit 15 Prims kann man durchaus ins Geschäftsleben durchstarten. Weitere Gebäude sind in Planung!

Trotz aller Shopping-Aktivitäten darf eins nicht fehlen: das Terrassenfeeling des Tiga-Hauptsitzes; wenn man nach einem anstrengenden Segelturn auf der Blake Sea sich entspannen und das Neuste aus der USS-Sailingszene hören will – gibt es natürlich auch hier!

Die Einnahmen aus der Miete fließen an die Schiffsratten zurück – zum einem werden die Kosten von Tiga und den beiden neuen Ländern teilweise kompensiert. Bischen bleibt vielleicht über, um Rücklagen für zukünftige Projekte bilden zu können.

Erfahrene Skipper finden von Tiga aus unsere neuen Dependancen auf Avignon und Peronaut auch ohne Landmark, aber natürlich könnt ihr auch dort hinporten:

Schiffsratten-Docks: Avignon

Schiffsratten-Shops: Peronaut

Resultate vom Kölner Fizz-Rennen

Ausführlicher Artikel folgt! Erst nur mal die Resultate

1. annuliertes Rennen (wegen Simproblemen)

Race Results:
1: Ralfi Beaumont — 00:05:51
2: Annabella Biedermann — 00:06:08
3: Roland Teichmann — 00:06:17
4: Joan Moleno — 00:06:52
5: Lou Gaudio — 00:06:54
6: Monalisa Robbiani — 00:08:41
[10:18] SLSA Raceline :

Lap Times:
Ralfi Beaumont — Start: 00:00:15 — Lap 1: 00:05:36
Annabella Biedermann — Start: 00:00:18 — Lap 1: 00:05:50
Roland Teichmann — Start: 00:00:10 — Lap 1: 00:06:07
Joan Moleno — Start: 00:00:13 — Lap 1: 00:06:39
Lou Gaudio — Start: 00:00:06 — Lap 1: 00:06:48
Monalisa Robbiani — Start: 00:00:15 — Lap 1: 00:08:26

2. Rennen:
Race Results:
1: Joan Moleno — 00:07:10
2: Monalisa Robbiani — 00:07:36
3: Ralfi Beaumont — 00:08:00
4: Annabella Biedermann — 00:08:31
5: Lou Gaudio — 00:10:43
6: Roland Teichmann — not Finished
[10:37] SLSA Raceline :

Lap Times:
Joan Moleno — Start: 00:00:15 — Lap 1: 00:06:55
Monalisa Robbiani — Start: 00:00:09 — Lap 1: 00:07:27
Ralfi Beaumont — Start: 00:00:10 — Lap 1: 00:07:50
Annabella Biedermann — Start: 00:00:11 — Lap 1: 00:08:20
Lou Gaudio — Start: 00:00:03 — Lap 1: 00:10:40
Roland Teichmann — Start: 00:00:09 — Lap 1: not finished

3. Rennen
Race Results:
1: Roland Teichmann — 00:05:59
2: Chris Nussbaum — 00:06:10
3: Natok Dryke — 00:07:28
[11:03] SLSA Raceline :

Lap Times:
Roland Teichmann — Start: 00:00:05 — Lap 1: 00:05:54
Chris Nussbaum — Start: 00:00:07 — Lap 1: 00:06:03
Natok Dryke — Start: 00:00:03 — Lap 1: 00:07:25

1: Roland Teichmann — 00:05:59
2: Chris Nussbaum — 00:06:10
3: Joan Moleno — 00:07:10
4: Natok Dryke — 00:07:28
5 : Monalisa Robbiani — 00:07:36
6: Ralfi Beaumont — 00:08:00
7: Annabella Biedermann — 00:08:31
8: Lou Gaudio — 00:10:43

Städte: (Mittelwert der Zeiten)

Koblenz 7:10 (Natok Dryke)
München 7:30 (Ralfi Beaumont, Annabella Biedermann, Roland Teichmann)
GWA 7:36 (Monalisa Robbiani)
Köln 8:56 (Joan Moleno, Lou Gaudio)

Eine Schiffsratte geht RL-Segeln Part II

Was sonst so geschah:

Von Urk ging es wieder aufs Ijsselmeer: es war ein fast schon heißer Tag. Bei Levystadt verlassen wir das nördliche Ijsselmeer und fahren dann durch die Schleuse ins Markermeer. Die Schleuse erweist sich wieder als tückisches Gefahrenmoment – ich habe allerhöchsten Respekt vor diesen Ungetümen.  Wie gut, dass wir vor der Schleuse warteten, bis der große Schubkahn endlich festgemacht hatte. Das Manöver ging schief, der große Rheinverband driftete plötzlich achterlich Richtung Backbordmauer, wo bereits eine Luxusmotoryacht festgemacht hatte. Der Skipper bekam die Panik, und setzte seine Yacht eiligs zurück, als das Heck des Schubverbandes immer näher kam. Knirschende und knarzende Geräusche seitens der Luxusyacht deuten auf erhebliche Schäden hin, sie schrabbte achterlich voll an der Mauer entlang, zumal dort keine Fender aushingen.  Erst nachdem der Schubkahn endgültig festmachte, trauten wir uns rein und haben einigermaßen das Anlegemanöver hingekriegt.

Nach einer halben Stunde konnten wir ins Markermeer auslaufen. Ich stehe am Steuer, die New First Lady lief mit 6,3 Knoten recht flott durchs Markermeer, bis auf einmal plötzlich der Wind drehte und ich um 30 Grad abfallen mußte, um ähnliche Windverhältnisse zu haben. Nun lief der Kahn aber nur noch 3,5 Knoten, der Wind war deutlich schwächer. 20 Minuten später: Segel am Flattern, Wind geht runter  auf 0, Speed geht auf Null, und dass innerhalb einer halben Minute. Totale Flaute!

Die Kartoffeln von Lutz und die Heringe retten uns über die Flaute, und nach dem Mittagessen frischte es wieder auf, so dass wir weiter nach Hoorn fahren konnten. Dort legten wir im mondänen Privathafen an: der Toilettencode ist 6 stellig und alphanumerisch. Das Kleingeld für die Hanse 440, die zum Verkauf angeboten wurde, hatten wir nicht.

Eine Pappnase kommt selten alleine: das Ablegen in Enkhuisen war schon ziemlich drittklassig, da ich irgendwie zu doof war, den Tampen über den Poller zu werfen, und das Seil drohte, zu verheddern. Aber es klappte noch ohne Bootsschaden. Kaum an der Hafemole vorbei, wurde das Fock ausgefahren. Aber es mußte auch gleich ne Wende gefahren werden, da wir zu dicht an Untiefenboyen kamen. Bei der Wende (ich stand am Steuer) ging es dann gründlich schief. Irgendwie klappte die Synchronisation der Crew nicht richtig, die Fock verwickelte sich vorne mächtig. Ich guckte erst mal dumm, hecktisch versuchten Uwe und Lutz, die Fock wieder auszurichten, klappte aber nicht. Den Verkehr beobachtend, schipperte ich noch paar Meter mit Motorkraft in der Nähe der Hafeneinfahrt, als Uwe die rettende Idee kam. Er übernahm das Steuer, drehte die Maschine auf und drehte drei enge Kreisel linksherum – und siehe da, das Fock entwickelte sich wieder, Lutz und ich konnten dann das Segel in Vorwindstellung ziehen. Ich übernahm wieder das Steuer, und wir verglichen uns mehrere Meilen mit einer parallel fahrenden Ketch (2 Master mit kleineren Mast hinter dem Steuerstand). Eine weitere Wende dann folgendes: Ich rief „über die Segel“ drehte das Steuerrad weiter nach steuerbord, aber das Boot dreht nach Backbord. Was ist das? Uwe meinte nur, ich sollte mal auf die Speed schauen. Die war nahe Null. Wir machten die Wende schnell rückgängig, damit das Boot wieder Fahrt aufnehmen konnte. Pappnasentechnisch war der Tag gelaufen, von nun an klappte alles reibungslos.

Jetzt noch einige Eindrücke von der Reise
Hafen von Urk
Der Hafen von Urk

Stille Nacht
Stille Nacht

Segel genießen
Uwe entspannt sich bei schönem Wetter

im Antiquitätenladen von Alan Beresford
Im Antiquitätenladen in Stavoren, Inhaber Alan Beresford?

oder von Twohead Janus
Daneben der Antiquitätenladen von Twohead Janus? Fakt ist, dieser Laden (das Hanzehuis) ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Sextanten, Schiffschronometer und Maschinentelegrafen teilen sich den Verkaufsraum mit vielen kleinen nautischen Sachen. Dabei wirkt das alles gar nicht kitschig.

Tja, der Urlaub näherte sich dem Ende. Freitags um 20 vor 12 legten wir wieder bei Enjoy – Sailing an. Wir bekamen sogar die Kaution zurück :-)

Vielleicht – eines Tages – kriegen wir mal ein Schiffsrattenboot RL zum fahren, wer weiß?

Eine Schiffsratte geht RL-Segeln Part I

unsere New First Lady, eine Bavaria 33, im Außenhafen Stavoren
Da lag sie nun im Hafen von Enjoy Sailing in Lemmer am Ijsselmeer (Bild zeigt sie aber im Außenhafen Stavoren): unsere New First Lady vom Typ Bavaria 33, spitz an spitz aufgereiht neben ihren größeren und kleineren Schwestern. Ganz schön groß, immerhin 10 m lang. Das einzige Mal, dass ich im ersten Leben gesegelt bin, liegt über 20 Jahre her, auf einem kleinen Segelschiff auf dem Chiemsee. Dafür sind Uwe und Lutz, zwei erfahrene Skipper mit Bootsführerschein mit an Bord :-).  Den Bootsführerschein sollte man schon wirklich haben, sonst könnte man im Ijsselmeer doch einige Probleme bekommen.

Am nächsten Morgen ging es los: erst mal über Kanäle Richtung Stavoren – bischen mit dem Boot vertraut machen. Aber, wir konnten schon mal die Fock rausfahren und den einen Kanal hart am Wind hochsegeln. Maschine sollte aber auf den Kanälen immer Standby laufen. Dann die erste Brücke, mit 16 m Masthöhe kommt man schlecht durch. Also, Anlegemanöver durchführen, Knopf drücken, damit die Brücke irgendwann hoch geht. Gar nicht so einfach: die Fender sollten richtig hängen, das überschmeißen der Leine auf die Poller bereitet mir einige Probleme. Unter Maschine, Speed 0 Knoten will das Boot so gar nicht reagieren. Schlecht ist dann, wenn der Wind von der Kaiseite kommt. Die Steigerung der Anlegeproblematik dann in der Schleuse von Stavoren: große Rhein-Schubkähne schieben sich hinein und lassen nicht viel Platz für die kleinen Segelboote. Uwe und Lutz haben aber die Schleuse gut im Griff. Kaum ging das Tor zum Ijsselmeer auf, empfing uns stürmischer Wind mit recht strammen Wellen. Ich wußte gar nicht, wie mir geschah, meine Aufgabe war, die Fender im Bug des Bootes zu verstauen. Ängstlich hangelte ich mich an den Griffleisten wieder ins Cockpit. Jetzt eine kleine Tollpatschigkeit, und man liegt im Wasser. Sobald ich sicher im Cockpit angelangt war, wurde das Fog rausgezogen. Ein Drittel Tuch reichte, und die New First Lady stampfte mit 6,5 Knoten hart am Wind ins Ijsselmeer. Uwe erklärte mir nun, wie eine Wende in der Praxis durchgeführt wird. Wie die Seile auf die Winschen gelegt werden, wie die Kommandos lauten und erwidert werden, als das lernt man nicht in SL. „Klar bei Wende?“ „ist klar“ „ist klar“ – Uwe dreht die Fuhre in den Wind „über die Segel!“ nun mußte ich ziehen was das Zeug hielt. Als nix mehr geht, wird die 3.Schleife auf die Winsch gelegt und mit der Handkurbel noch paar Drehungen durchgeführt, bis die Fock richtig gespannt war. Irgendwie kamen die Wellen jetzt von der Seite, wir nahmen Kurs Richtung Makkum. Bischen mulmig wurde es mir im Magen. Gut, dass ich doch noch die Regenhose gekauft habe, denn einige Gischwellen platschten ins Cockpit. Dann wurde es mir richtig schlecht. Uwe meinte, ich sollte über Achtern wegkotzen, das macht am wenigsten Schmutz. Gesagt – getan, und mir ging es wieder blendend. Nur mit Fock und Tempo über 6 Knoten (7 Knoten ist die angegebene Bootsgeschwindigkeit) erreichten wir unser erstes Ziel, das idyllische Makkum unterhalb des Ijsselmeer-Dammes.

Das Team:
Uwe
Uwe
Lutz
Lutz
Ich
ich

Am nächsten Tag wollen wir nach Medeblick. Vermutlich kommt der Wind aus Westen, so dass Medeblick gut angesteuert werden kann. Morgens um 9 Uhr legten wir ab, nun sollte auch das Großsegel rausgeholt werden. Lutz und Uwe studierten die Technik. Begriffe wie „Traveller“, „Ratsche“ sind für mich Neuland. Einiges mußte ausprobiert werden, bis uns die Funktion klar war. Die Lady machte dies alles gut mit: eine zweite Bavaria 36 fuhr nun steuerbord voraus auf gleichen Kurs. Die müßte eigentlich schneller sein wie wir, da sie länger ist. Der Ehrgeiz packt uns, wir versuchen alles, um schneller zu werden. Segel reffen z.B., wie bei der Trudeau :-) und bald liegen wir vor der 36er.

unter Segeln
jetzt haben wir die 36 vernascht

Lutz meint, unsere Segel wären nicht ganz so gut, weil man bei einer Rollfock (Segel wird an der vorderen Leine aufgewickelt) keine Leisten verarbeiten könne. So haben viele Segelboote keine Rollfock und auch das Hauptsegel kommt nicht aus dem Mast wie bei unserem Boot. Ich denk mal, bei den Charteryachten wird die Aufmerksamkeit mehr auf Bedienkomfort als auf Performance gelegt. Im Fernglas erkennen wir nun viele kleine Segelspitzen – wir fahren genau auf eine Regatta zu.
Ein Fizzcup? sieht genauso aus wie in SL! wir fahren eine Wende, um der Regatta nicht in die Quere zu kommen.
Fizzrennen
und noch mal Fizzrennen

Lonely Rider – ein Arbeitsboot für schwere Einsätze

Schwere See und starker Tidenhub setzen dem Fundament des Fastnet-Leuchtturms auf Crowst Nest in der Blake See schwer zu.  Morgens klingelte das Telefon, dass dringende Wartungsarbeiten anstehen. Eine ideale Gelegenheit, das neue Arbeitsboot von Twohead Janus unter schwierigsten Bedingungen auf Herz und Nieren zu testen.

Aufbruch in Kokomo Binnenhafen

Wahrlich nicht für Sonntagsnachmittags-Schönwetter-Kaffeekränzchen ist dieses Boot ausgelegt. Dafür sorgt schon die reichlich vorhandende und funktionierende Schlechtwetterauststattung wie Radar, Scheibenwischer, zu öffnende Fenster auf der Brücke und umfangreiche Beleuchtung.

auf der Brücke mit umfangreicher Ausstattung

schnell ein Spiegelei für die erschöpften Taucher vorbereiten

diesiges Wetter auf New England

Die manchmal kantige Bugform früherer Twohead Boote ist nun angenehm abgerundet. Der herbe Charme eines Arbeitsboot wird durch die kleine Pantry (Küche) auf der Brücke abgemildert. Ansonsten läuft der Bootsbauer nicht jeden modischen Trend nach, wie diese gesculpeten Boote mit maximal 31 Prims. Nein, hier ist noch solide Handarbeit zu haben, mit ausreichend Prims, (über 400 bei voller Rezzung) die jeden Landvermieter erfreuen. Beim Rezzen wird allerdings gefragt, in welcher Ausbaustufe das Boot zu Wasser gelassen wird.

kleine Version Prims: 269 =  28 + 241  (attachment while  boating)
große Version Prims: 448 =  28 + 241  (attachment while boating) + 179 (attachment while boating).

Komischerweise klappt bei Twohead das automatische „Anziehen“ (Große Teile der Prims werden als Kleidung vom Avatar getragen) des Bootes schon seit Jahren, wo manche hochdekorierte Bootsbauer heute noch ihre Schwierigkeiten haben, dieses komfortabel zu gestalten. So fragen Dialoge einfach, was man Anziehen will, nachdem man schlicht und einfach den Kommandositz rechtsklickt und „sit“ wählt.  Die Attachments werden dann automatisch angelegt, so daß das Primmonster seinen Schrecken verliert. Blaue Boxen fragen auch, ob das Hud angelegt werden soll.

Das opulent ausgestattete Hud schaltet auf Wunsch eine Navigationsmap zu. So legen wir langsam in Kokomo Beach ab, um zügig und zuverlässig über viele Simgrenzen hinweg Richtung Crowst Nest anzusteuern. Das Wetter wird immer widriger. Der Radar führt uns sicher durch den englischen Nebel, der häufig in der irischen See vorherrscht. Schlimmer noch, ein Blizzard droht. Wir nähern uns dem Leuchtturm. Die starke Strömung macht das Anlegen an das Fundament normalerweise schwierig bis unmöglich. Normalerweise! Die Lonely Rider verfügt selbstverständlich über 2 Podantriebe, mit der das Boot genaustens manövriert werden kann. Auf der Stelle drehen, kein Problem. Bug- und Heckantrieb lassen sich komfortabel über Hud steuern. Dabei kann man schön mit der Kamera die ideale Sichtposition wählen, die dann auch eingehalten wird, wenn das Boot manöveriert. Ohne Probleme halten wir das Boot bei ablaufenden Wasser bei, so daß die Taucher das Fundament inspizieren können. Der kräftige Suchscheinwerfer unterstützt dabei mit seiner hellen Leuchtkraft. Wünschenswert wäre noch eine funktionierende Schleppeinrichtung für gestrandete J-Klassen etc., aber eine gut funktionierende Lösung habe ich in SL noch nicht gesehen.

Eintreffen am Fastnet Leuchtturm

Ein Blizzard zieht auf

lonely2_007

Fazit: wieder ein typisches Twoheadboot, welches durch feine Details und zuverlässiger durchdachter Funktion glänzt. Dieses Schiff kann man auf  Egle kaufen. Der Preis beträgt 3675 Linden.